Die goldenen Sterne prangen








Der Mond ist aufgegangen






Der Mond ist aufgegangen 
Der Mond ist aufgegangen,
 die gold'nen Sternlein prangen
 am Himmel hell und klar.
 Der Wald steht schwarz und schweiget,
 und aus den Wiesen steiget
 der weiße Nebel wunderbar.

 Wie ist die Welt so stille
 und in der Dämmrung Hülle
 so traulich und so hold!
 Als eine stille Kammer,
 wo ihr des Tages Jammer
 verschlafen und vergessen sollt.

 Seht ihr den Mond dort stehen?
 Er ist nur halb zu sehen
 und ist doch rund und schön:
 so sind wohl manche Sachen,
 die wir getrost belachen,
 weil uns're Augen sie nicht seh'n.

 Wir stolzen Menschenkinder
 sind eitel arme Sünder
 und wissen gar nicht viel.
 Wir spinnen Luftgespinste
 und suchen viele Künste
 und kommen weiter von dem Ziel.

 Gott lass' dein Heil uns schauen,
 auf nichts Vergänglich's trauen,
 nicht Eitelkeit uns freu'n!
 Lass' uns einfältig werden
 und vor dir hier auf Erden
 wie Kinder fromm und fröhlich sein!

 Woll'st endlich sonder Grämen
 aus dieser Welt uns nehmen
 durch einen sanften Tod!
 Und wenn du uns genommen,
 lass' uns in Himmel kommen,
 du unser Herr und unser Gott!

 So legt euch denn ihr Brüder,
 in Gottes Namen nieder;
 kalt ist der Abendhauch.
 Verschon' uns, Gott! mit Strafen
 und lass' uns ruhig schlafen!
 und uns'ren kranken Nachbarn auch!

        Matthias Claudius






Kindlichkeit






Sebastian Kneipp    1821-1897
deutscher Pfarrer und Hydrotherapeut


Die Natur ist die beste Apotheke.
Das Herz aber ist erschaffen zum Lieben.
Es ist nicht in Ordnung, Steine auf jemand zu schleudern;
aber jeder hat die Pflicht, zu prüfen und das Beste zu behalten.
Würden alle guten Lehren angenommen und befolgt, so wäre 
diese Erde längst schon der Himmel.








Die Menschheit ist weit von der einfachen, natürlichen Lebensweise abgewichen;

sie hat in jeder Beziehung das Leben anders gestaltet, als es sein sollte.

Ein Grundfehler liegt darin,

 dass die meisten Menschen gerade das für gut halten,

was ihnen am angenehmsten erscheint, dabei aber das wirklich Gute vergessen.

Erst als man den Zustand ihrer Seele erkannte und da Ordnung hineinbrachte,

ging es mit dem körperlichen Leiden auch besser.






Stilles Wasser......





Nichts auf der Welt ist so weich und nachgiebig wie das Wasser.
Und doch bezwingt es das Harte und Starke.
                     Laozi



Mein liebenswerter alter Teddy, die kleine Seele, 36 cm groß, mit Holzwolle gestopft, Arme und Beine sind beweglich.
 Mit schönen Glasaugen und kleiner handgestickter Nase.








"Man trachtet nicht danach,
 sich im fließenden Wasser zu spiegeln,
 sondern im stillen Wasser.
 Denn nur was selbst still ist,
 kann Stille weitergeben."
           Chuan-tzu
                   (chinesischer Philosoph, 2. Hälfte ds. 4.Jh.v.Chr.)